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Sie war für mich so vieles und es ist schwer, das in treffende Worte zu fassen. 
Als sie zu uns kam, hatten wir gerade gar keine Absicht, noch eine weitere Katze aufzunehmen. Meine 17-jährige Hündin war sehr krank und ich wusste, dass ich sie bald gehen lassen müsste. Ich hatte schon drei zugelaufene Katzen aufgenommen und alle Hände voll damit zu tun. Und dann saß sie da - unter der Tanne - und beobachtete, wie meine Katzen mit dem kranken Hund schmusten. Da kam sie heran und machte einfach das gleiche. 
Sie trug ein rotes Halsband. Zur gleichen Zeit tauchte ein Kater mit rotem Halsband auf, der ihr aufs Haar glich. Eine Nachbarin vermutete, dass jemand die beiden ausgesetzt hatte. Es war Sommerzeit und sie vermutete, wer es war. Die Nachbarin nahm dann den Kater bei sich auf und ich nahm sie. Nein, vielmehr nahm sie mich. Sie hatte offensichtlich Verlustängste und klebte an uns wie eine Klette.
Als wir in eine Wohnung zogen, nahmen wir sie mit. Sie blieb in der Wohnung. Die anderen Katzen wollten nicht in die Wohnung und wir richteten auf dem Balkon Häuser für sie ein. Zwei meiner Katzen waren dann irgendwann weg. Die dritte blieb. Vor 5 Jahren mussten wir sie einschläfern lassen. Danach war Felicitas unser einziges Haustier. Sie blieb in der Wohnung, wartete geduldig, bis ich von der Arbeit kam. Sobald ich mich setzte, war sie da. Sie schmuste, schnurrte, machte nichts kaputt und war pflegeleicht. Sie schlief jede Nacht auf meiner Decke. Wenn ich, wie jetzt, am Notebook saß, sprang sie zu mir auf den Stuhl, wollte auch da dabei sein. 
Seitdem ich zuhause bin, sind wir noch mehr zusammengewachsen. Sie lag auch bei meinem Mann und setzte sich zu meinem Sohn, wenn er uns besuchte. Andere Leute ließ sie nicht an sich heran. So blieb es.
Vor drei Jahren begann dann ihr Leidensweg. Eigentlich nur ein abgebrochener Eckzahn, aber die Tierklinik fand immer etwas neues. Ich will das jetzt nicht aufschreiben, aber es ist einer der Gründe, weshalb wir jetzt erst einmal kein Tier mehr wollen. Da hat sich in den letzten Jahren viel verändert und nicht zum Positiven, vom Finanziellen mal ganz abgesehen. Wir hatten immer Tiere, waren immer in tierärztlicher Behandlung, aber zuletzt war es nicht mehr so, wie wir es kannten.
Am vergangenen Freitag mussten wir den schweren Gang gehen. Ich hatte so gehofft, dass sie friedlich einschläft, aber der Wunsch blieb unerfüllt. Nach 16 Jahren ist die Wohnung nun leer und sie fehlt an jeder Ecke. Sie saß immer am Fenster oder wenn ich heim kam, vor der Küchentür. Sie wusste immer, wann ich kam. Sie war immer in meiner Nähe und ich hätte und habe alles für sie getan. Aber ich konnte ihr nicht helfen. 
Ich hatte in diesem Jahr viele Tiefschläge, aber das war der schlimmste. 
Ich hoffe, dass es ihr jetzt gut geht und dass ich sie eines Tages wiedersehe. Sie und alle meine Tiere.

Katze Felicitas
Geboren am 01.01.2010
Gestorben am 21.08.2026

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Zurueck zur Gedenkstaette Erstellt am 23.08.2026,
Erstellt von Adrianne Hoffmann

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